Rhein-Neckar Zeitung, 18.09.2018

Mit den eigenen Haaren Bilder gemalt

Im Rahmen der Ausstellung "Ich habe meine Sprache gefunden" sind im Ladenburger Domhof auch ungewöhnliche Werke zu sehen

Der Ladenburger Kunstverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, zeitgenössische Kunst zu zeigen und entsprechende Künstler zu fördern. In der Ausstellung "Ich habe meine Sprache gefunden", die jetzt von der Vorsitzenden des Kunstvereins, Wiebke Hünermann-Neuert, eröffnet wurde, werden die Werke von 25 Kunstschaffenden gezeigt... Im Anschluss stellte die Vorsitzende des Kunstvereins die Künstler und deren Werke vor. Alle hätten ihren persönlichen Stil gefunden "und sprechen somit ihre eigene Kunstsprache", meinte Hünermann-Neuert, die sich von der Qualität und Kreativität der Werke begeistert zeigte.....Wolfgang Vogel verarbeitet in seinen Holzschnitten Buchstaben, die keinen zusammenhängenden Text bilden sollen. Er spielt mit der Form der Buchstaben, und diese Sichtweise mache das Werk besonders lebhaft, sagte Hünermann-Neuert....

 

Mannheimer Morgen, 18.09.2018

25 Künstler haben ihre Sprache gefunden

Ladenburg Kunstverein präsentiert im Domhof Ausstellung / Auswahl durch unabhängige Jury

Einen Überblick über die zeitgenössische Kunst im gesamten Südwesten gibt die Ausstellung "Ich habe meine Sprache gefunden". 25 Künstler aus verschiedenen Sparten zeigen Werke die eine unabhängige Jury ausgewählt hat. Als "hochkarätig" im Hinblick auf die beteiligten Künstler bezeichnet Wiebke Hünermann-Neuert, die Vorsitzende des gastgebenden Kunst-Vereins Ladenburg, diese Schau....

 

Rheinpfalz 4. Juli 2018

 

Foto Rheinpfalz

VON SIGRID FEESER

Schöne Buchstaben und malerische Ereignisse

Im Kultursommer öffnen die Künstler im ehemaligen TWL-Umspannwerk in Mundenheim ihre Ateliers

Das Atelier aufgeräumt, das Werkzeug ordentlich auf Habacht. Es ist mal wieder Kultursommer in Ludwigshafen und die Künstler öffnen ihre Ateliers für das Publikum. So auch im ehemaligen TWL-Umspannwerk am Mundenheimer Friedhof. Ein Besuch lohnt sich auch in diesem Jahr. Neues und Spannendes gibt es genug zu sehen...

...Wolfgang Vogel's Druckwerkstatt ein paar Schritte weiter ist das stille Bijou im Atelierhaus. Buchdruck noch richtig mit Handsatz und Buchdruckfarben, auch Linol- oder Holzschnitte sind Nischenprodukte geworden, die Hingabe und Konzentration erfordern. Vogel beherrscht diese Kunst, deren Grundlagen er in Workshops gerne an interessierte Laien vermittelt (wieder am 18. und 19. August. Näheres unter www.slowtype.de).

An der Wand hängen mehrfarbige Drucke, die aus Holzschnitten aus Pappelsperrholz entstanden sind und auf raffiniert-ausgefeilte Weise Buchstaben unterschiedlicher Schrifttypen verfremdend, drehend, fragmentierend oder zerlegend durchspielen. "Typo-Formen" nennt der Drucker diese der "schönen Form" gewidmete Glasperlenspiele. Nicht jede Schrift gewinnt bei diesem Prozess. Dass die unterschiedlichen Antiquas ihre bildkünstlerische Befragung mühelos bestehen, das war nun allerdings zu erwarten.

 

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