Das Buch ist ein uraltes drucktechnisches Produkt, dessen typografischen Regeln sich in hunderten von Jahren kaum verändert haben. Ein Roman braucht ein bestimmtes Format, eine Lesetypografie, einen Einband ... Im Künsterbuch werden diese Regeln häufig bewusst durchbrochen, nur um die Authentizität eines Buches noch deutlicher werden zu lassen. Nicht nur die typografische Schrift hat im digitalen Zeitalter ihren Träger oder Körper (die Bleiletter) verloren, auch das Buch droht mehr und mehr abgelöst zu werden durch ibook, Hörbuch, Video usw. Da gewinnt wieder das Haptische, Sinnliche eines Buches an Bedeutung.

 

Ein Buch zu erstellen ist vor allem handwerkliche Kunst. Es so umzusetzen, dass bei bspw. 25 Exemplaren, jedes gleiche Qualität und künstlerischen Wert besitzt, ist ein großer Ansporn. Eine Idee zu finden für ein Buch, das Format zu finden, den Text zu setzen, von Hand, es zu drucken, zu binden, den Umschlag mit Buchleinen zu bekleben, zu prägen und letztendlich den Buchblock in den Umschlag einzuhängen, ist alles Handarbeit und hat ebenso großen Anteil am fertigen Buch, wie die künstlerische Idee.